Das Kino für zu Hause via PC heisst Home Theater PC  (kurz HTPC) und ist eine wirklich komfortable Sache, wenn sie mal läuft. Sicher nichts für jedermann, da man um das ganze aufzubauen doch einiges an Know-How braucht – oder sich solches besorgt (ich spreche von EDV Beratung – diese kann auch im Wohnzimmer stattfinden). Von den Kosten her ist ein Home Theater PC sicher teurer als ein Bluray Player + Sat- oder Kabelreceiver, aber der Multimedia Wohnzimmer-PC kann dafür wesentlich mehr. Ob die Sache was für Sie ist, oder ob Sie besser mit herkömmlichen Komponenten Ihr Kino zu Hause betreiben möchten lässt sich am Besten in einem Gespräch klären.

Was brauchen Sie für einen Home Theater PC?

  1. PC mit einigen Sonderteilen 
  2. TV-Gerät oder Beamer
  3. HIFI Anlage – ehrlich, ohne ist langweilig
  4. Internetanbindung – nicht zwingend aber gut
  5. Lokales Netzwerk – wiederum nicht zwingend, aber das macht das Kraut nicht fett und bietet weitere Möglichkeiten
  6. Webcam, wenn Sie auch Videotelefonie betreiben wollen

1. Der HTPC

Die Geister scheiden sich daran ob das HTPC Case nun möglichst schmal und schlank sein soll oder groß und geräumig. Meine Empfehlung geht zu letzterem, da man flexibler ist und die Kosten für die Hardware unter Kontrolle bleiben. Bei der Kühlung sollte man nicht sparen, da die Grafikkarte und der Prozessor bei HD-Filmen schnell stark beansprucht werden und man nicht immer ein lästiges summen hören möchte. Leise und effizient ist die Devise.

Gute Gehäuse haben Fernbedienungen und entsprechende Zusatzeinrichtungen wie Displays gleich integriert, damit sparen Sie sich den Ankauf einer Karte für die Fernbedienung oder das Verwenden von Tastatur und Maus.

Die Grafikkarte sollte auch Blurays wiedergeben können das Schlüsselwort ist hier H.264 Codierung, die sollte per Chip auf der Karte erfolgen. Onboardkarten (ins Mainboard integrierte Grafikkarten) können das teilweise auch, es ist aber in jedem Fall besser bei der Grafikkarte für den Home Theater PC nicht zu sparen. Shared Memory, wo sich Grafikkarte und System den Speicher teilen ist nicht zu empfehlen.

Das Mainboard und die CPU sollten aktuell sein, sie wollen ja nicht nach zwei Jahren wieder alles tauschen, weil ein neuer Standard mit höherer Auflösung 3D oder was auch immer her muss. Im besten Fall tauschen Sie dann nur die Grafikkarte ihres HTPC.

Um auch Fernsehkanäle empfangen zu können und Sendungen aufzuzeichnen, ist eine TV-Tuner-Karte im HTPC nötig. Für Kabelfernsehen gilt DVB-C, für Sat-Fernsehen DVB-S2. Wenn Sie ein Programm aufzeichen möchten und ein anderes ansehen, dann ist es Sinnvoll eine Karte mit Dualtuner zu wählen.

Eine gute Soundkarte sei noch zu erwähnen, damit mit dem Klang alles stimmt – wenn die noch einen Glasfaserausgang hat umso besser.

Bluray Laufwerke gehören dazu, aber Achtung zum Abspielen von gekauften Blurays brauchen Sie Softwareplayer und die kosten Geld. Häufig sind Lizenzen auch kostenpflichtig zu erneuern, dank der Kopierschutztechnik muss die Software nämlich sehr häufig upgedatet werden um auch aktuelle Filme abzuspielen.

Es gibt auch fertige HTPC zu kaufen, der Genießer bevorzugt aber den HTPC Eigenbau. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie einen HTPC selber bauen können, kann dies der Fachhändler oder Sie wenden sich an uns.

Achtung! Corel WinDVD 11 nicht mehr kaufen, Corel bietet keine Unterstützung für aktuelle Filme und gibt an, dass ein Update für diese ungewiss ist!

2. Bildschirm – Beamer – TV

Worauf Sie schauen, wenn Sie dann schauen bleibt Ihnen überlassen. Größer ist natürlich schöner, aber achten Sie darauf wie weit Sie vom Gerät entfernt sitzen. Ein Schirm mit 50 Zoll Diagonale (ca. 127 cm) wirkt aus einem Meter Abstand bei FullHD nicht mehr so beeindruckend wie aus 3 Metern. Die Pixelanzahl ist nämlich eigentlich gar nicht so groß wie man meinen möchte. Gerade einmal 2 Megapixel passen auf heutige Full HD Fernseher, das haben manche Smartphones und Tablets auch schon. Dank dem kleineren Schirm wirkt dort aber alles wesentlich schärfer.

Beamer sehen besser aus was die Auflösung betrifft, haben aber den Nachteil, dass das dunkelste Schwarz nicht dunkler als die unbeleuchtete Leinwand sein kann. Schwarz kann man nicht auf eine Leinwand projizieren, es wird lediglich durch das Ausbleiben des Lichts auf der schwarz darzustellenden Stelle definiert. In einem weiß getünchten Raum mit hellen Möbeln kann die beste Leinwand kein gutes Schwarz darstellen. Ihrem Home Theater PC ist es in jedem Fall egal worauf das Bild letztlich dargestellt wird.

 3. HiFi Anlage – für den HTPC essentiell

Kino bedeutet guter Klang und vor allem Surround-Sound, das können die internen Fernsehlautsprecher nicht. Mehr sei dazu nicht gesagt. Wichtig ist, den HTPC mit der HiFi Anlage zu verbinden und nicht das Fernsehgerät. Von der Soundkarte in die Anlage ist der besser Weg. Vorzugsweise sollte die Soundkarte zwei unabhängige Audio Ausgänge haben, damit sie den zweiten doch mit dem Fernseher direkt verbinden können. Das ist insbesondere dann wichtig, wenn Sie nicht immer über die HIFI Anlage schauen möchten. Ein Beispiel wäre – Per gekoppeltem HDMI-Anschluss (Audio u. Video) vom HTPC ins Fernsehgerät und per Glasfaser in die Anlage. Wenn Ihr HiFi Receiver es unterstützt können Sie auch per HDMI direkt dort hinein und das Audiosignal optional ausgeben oder an Ihren Bildschirm weiterleiten lassen.

Musik kann der Home Theater PC natürlich auch, Ihre Sammlung an Musikstücken auf der Festplatte können Sie über diverse teils kostenlose Software-Jukeboxen bequem wiedergeben lassen.

4. Internetanschluss – auch der HTPC will kommunizieren

Den brauchen Sie für die Updates der Blurayplayer Software und wenn Sie ab und an etwas auf Youtube & Co. schauen, Webradios hören oder Videotelefonie mit ihrem HTPC betreiben möchten. Software Blurayplayer müssen regelmäßig upgedated werden, damit die aktuellen Filme darüber abgespielt werden können.

5. Lokales Netzwerk

Sobald mehrere Geräte auf die Ressourcen Ihres Home Theater PC zugreifen möchten ist das unumgänglich. Wenn Sie beispielsweise einen Film auf dem Tablet ansehen möchten, können Sie ihn vom Home Theater PC dorthin streamen lassen, klarerweise nur, wenn Sie im Netzwerk verbunden sind. Ähnlich ist es mit der Musik. Sie können sogar die TV-Kanäle im Netzwerk freigeben, und Fernsehen auf einem anderen Rechner ermöglichen.

6. Webcam – nicht zwingend nötig für den HTPC

Großes Kino kann auch große Kommunikation sein, alle im Wohnzimmer versammelt und die Tante in Amerika via Skype angerufen – feine Sache mit dem HTPC und fast als würde man zusammensitzen.

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